Dresdens schlimmsten Stunden in seiner ganzen Geschichte

- Der Bombenterror am 13. Februar 1945  -

 Geschichtssplitter bearbeitet von: Hans-Jürgen Haupt 2003                                                                                                                                                     

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Es war der 13 Februar 1945 gegen  21:30 Uhr, es war die Nacht zum Faschingsdienstag. Keiner von der Bevölkerung hat je mit einer solchen Barbarei gerechnet. Vom Angreifer war alles eiskalt berechnet, die Stadt Dresden soll dem Erdboden gleich gemacht werden. Kein Stein sollte auf dem anderen bleiben, Dresden sollte von der Karte Deutschlands ausradiert werden. Angloamerikanische Bomber mit schwerer  Bombenlast näherten sich der Stadt mit der Aufgabe die Bombenlast ausschließlich im Stadtgebiet zu entladen. Damit Dresden zur nächtlichen Stunde besser auszumachen war, wurden Leuchtbomben auf Strehlen, dem Schweizer Viertel und die Friedrichstadt abgeworfen. Dadurch war das Zielgebiet die Innenstadt von Dresden abgesteckt und beleuchtet. Es wird gesagt, dass die Bomber zusätzlich von dem Haus "San Remo" in unmittelbarer Nähe des Luisenhofes in Loschwitz  in das Elbtal manöferiert wurden. So konnten die Bomber ihre Bombenlast zielgenau ausklinken. Ein Bombenregen von Brand, und Flüssigkeitsbomben und dazwischen zahllose Sprengbomben ergoss sich über die Stadt. Dresden versank innerhalbweniger Minuten in ein Flammenmeer von einem Ausmaß einiger Quadratkilometer. Die Flammen erzeugten einen so heftigen Sog, so dass Menschen die diesem Inferno entkommen wollten einfach hineingezogen wurden. Tausende von Menschen in den Kellern erstickten, viele irrten als lebende Fackel bis zu ihrem Tode durch die Strassen. Mit Worten sind die Furcht und Todesqualen welche in diesem Zeitpunkt Hunderttausende von Menschen erfahren mussten nicht zu schildern. Die Innenstadt und alle damit verbundenen historischen Bauwerke versanken in der Feuersbrunst ebenso tausende Wohnhäuser und andere Einrichtungen. Doch davon nicht genug eine zweite Welle angloamerikanischer Bomber erreichte Dresden Nachts um 1:30 Uhr. Wieder versetzte Furchterregendes Sirenengeheul die noch verängstigen Menschen erneut in lähmende Angst und Schrecken. Wiederum wurden unzählige Brand- und Sprengbomben in die noch hell lodernde Stadt und deren Peripherie abgeworfen. Abertausende hatten sich auf die weiten Flächen der Elbwiesen und in den Großen Garten gerettet, da geschah das unfassbare. Sie glaubten durch ihre gelungene Flucht der Hölle entkommen zu sein, aber dies war ein tödlicher Irrtum. Eine Unzahl diese todbringenden Bomben explodierte unmittelbar in mitten dieser Menschen und zerfetzte sie. Vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen wurden auf dieser Art und Weise bestialisch umgebracht. Doch nicht genug am 14. Februar gegen 12:00 Uhr Mittags zerschmetterte ein dritter Angriff den noch jämmerlich übrig gebliebenen Rest der Stadt und weitere Vorstädte. Um der ganzen Angelegenheit die makaberste Krone aufzusetzen, wurde das Geschwader von Tiefflieger begleitet, welche die unmenschlichste Aufgaben hatten, in die auf der Flucht befindlichen Menschenkolonnen mit ihren Bordwaffen hinein zu feuern und zu töten was zu töten geht. - In weniger als 24 Stunden war Dresden ausradiert - . Die einst stolze Stadt war nur noch ein stinkender und von Flammenmeer gekennzeichnete Schutthaufen.  Als Wahrzeichen stand nur noch der gewaltige Bau der Frauenkirche. Doch auf Grund der unheimlichen Hitze war die Stabilität des gewaltigen Bauwerkes so stark beeinträchtigt, dass diese dann am 15. Februar genau wie die umliegenden Gebäude in Schutt und Asche versank. Es war vollbracht, Dresden ist  Tod. Allein in einer Zeit von 12 Stunden, wurden allein in Dresden 350 Tausend Menschenleben brutal ausradiert. Diese Zahl ist durch zahlreiche Aussagen Überlebender mehrfach dokumentiert.

 


 "Wer das Weinen verlernt hat, der lernt es wieder beim Untergang Dresdens....

Von Dresden aus, von seiner köstlichen gleichmäßigen Kunstpflege in Musik und Wort, sind herrliche Ströme durch die Welt geflossen und auch England und Amerika haben durstig davon getrunken. Haben sie das vergessen?"   

Gerhard Hauptmann 


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