Die "Goldene Krone"                                      Dohnaer Strasse 7-9

Laut Lageplan von 1708 befanden sich an dieser Stelle die Höfe 36 (Jacob Peltz) und 37 (Christoph Pfitzner) später beide im Besitz von Hebenstreit. Voraussichtlich hat dieser beide Parzellen verkauft und wurden zu einer vereint.

Eine der älteste und vornehmste Großgaststätte Strehlens mit Ballsaal und Etablissement. Gelegen auf der Dohnaer Straße Nr. 7-9. Ehemaliger Besitzer war C. A. Opitz. Nach der Inflation 1922 wurde diese Gebäude an den Unternehmer Alfred Luscher verkauft. Dieser baute das Gebäude in eine Akkumulatorenfabrik um und schuf somit die erste industrielle umweltunfreundliche Produktionsstätte mitten im Herzen von Altstrehlen. Damit war die Anordnung von 1871, Strehlen von einer Industrialisierung fern zu  halten, bzw. keine technische  Industrie aufzubauen oder zu zulassen, erstmalig gröblichst missachtet und durchbrochen. Es wurden Akkumulatoren für Motorräder und Automobile produziert. Rechts sehen Sie noch eine Originalrechnung der Firma Alfred Luscher. 1945 wurde die Firma enteignet und zu VEB Akkumulatorenwerk Dresden umbenannt. Die Produktionspalette blieb weitestgehend erhaltnen. 1977 wurde die Firma in einen vollkommen desolaten Zustand geschlossen. Der Zustand des Gebäudes sowie der Grund und Boden befindet sich in einen fragwürdigen Zustand. Noch ist das Doppelgebäude in einem sehr jämmerlichen und verfallenen Zustand. Ich hoffe, dass sich ein Investor findet und dieses historische Gebäude einer würdigen Verwendung zu führt.

Nun ca. ein halbe Jahr später nachdem ich diese Zeilen geschrieben habe, hat sich nun das Warten und Hoffen erledigt. Das Gebäude der ehemaligen "Goldenen Krone" ist abgerissen. Umfangreiche Sanierungen des Erdbodens machen sich erforderlich. Danach sollen auf dem Gelände zwei Grundstücke entstehen.

Damit ist wiederum ein Kapitel der Strehlener Geschichte abgeschlossen und ein wertvoller Zeitzeuge für immer verschwunden. Eigentlich schade, dass die Zeit auch solche Geschichten schreibt, aber man kann nun mal nicht alles erhalten so mal hier eine hohe Gefahr für Mensch und Tier schlummert. Nur mit ihrer völligen Beseitigung ist eine Lösung für die Zukunft machbar und zu diesen Zweck ist die gefallene Entscheidung zu akzeptieren. Die Abtragung und Entsorgung der noch vorhandenen Bausubstanz und des Bodens ist ein unumgängliche Maßnahme. In der Hoffnung, dass dieses Stück Erde einen Neubeginn in seiner Geschichte erfährt, möchte ich diese Thema abschließen.

Ich danke Herrn Peter Börner für die großzügige Unterstützung mit Bildmaterial.