Der Napoleonhügel                                                                                                                  

Der Napoleonhügel erhielt seinen Namen als am 27. August 1813 Napoleon mit seine Marschälle Saint Cry und Ney und weiteren Gardesoldaten und Offizieren die Strehlener Anhöhe am Frankenberg aufsuchte um die Schlacht der Franzosen gegen die Russen auf Strehlener Flure zu beobachten. Der auf dem Bild oben links zu erkennende Brunnen ist heute noch im abgetragenen Zustand vorhanden und der gegenüber liegende Weichbildstein ist noch heute an seinem alten Fleck. 

Geht man die Schindergasse zwischen der Dohnaer Strasse 21 und 23 bergauf so sieht man an ihrem Ende der Gasse links den ehemaligen Brunnen. Zu sehen ist nur noch der obere Ring und die Abdeckung des Brunnens. Die Mauer als solches ist noch vorhanden  und dient heute noch als Grundstücksbegrenzung zum Grundstück Elsa-Brändström-Straße 18 (früher Dohnaer Strasse 29).

Der Weichbildstein mit  Jahreszahlen 1729 und 1837 befindet sich in gutem Zustand noch am alten Platz gegenüber des Brunnens. Der Rat zu Dresden kaufte  im Jahre 1553 an die Stadt angrenzendes Stück der Strehlener Flur und veräußerte dies weniger später wieder an Dresdner Bürger mit der Auflage, dass dieser Boden nur von Stadtbürgern mit Stadtrecht besessen werden durfte.. Dieses Land wurde bereits 1554 mit Weichbildsteinen Einbezirkt, somit ging die Weichbildgrenze mitten durch Strehlen. Später wurden diese Flächen entgegengesetzt der Verordnung wieder an Strehlener Bauern verkauft. Dabei blieb die alte Weichbildgrenze bestehen, hatte aber keinerlei Bedeutung mehr. Ein weiterer Weichbildstein stand noch in den 50 ziger Jahren an der Elsa-Brändström-Straße Ecke An der Christuskirche, dieser ist aber seit Jahren verschwunden.

Weiterhin befindet sich auf diesem Hügel eine Jagdsäule mit den Inschriften 1699 und 1837. Voraussichtlich wurde sie nach dem Landkauf des Kurfürsten Johann Georg der Zweite für die Anlegung des Fürstliche Gartens (heute Großer Garten) aufgestellt um das neue Jagdrevier zu kennzeichnen. Das gesamte Gelände gehörte zur Parzelle Dohnaer Strasse 29 ist aber heute in zwei Parzellen aufgeteilt so dass die Jagdsäule in der Parzelle Elsa-Brändström-Straße 18 steht.

Beide Zeitzeugen tragen ebenfalls noch die Jahreszahl 1837, diese Jahreszahl kann ich bis zum heutigen Zeitpunkt nicht erklären. Ich werde aber bemüht sein eine Antwort zu finden.

Ich danke Herrn Beyer aus Dresden für seine freundliche Unterstützung