Burgen und Schlösser der Wettiner um Dresden

- Burgen und Schlösser -

Geschichtssplitter bearbeitet von: Hans-Jürgen Haupt                                                                                                                                                    

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Lustschloss und Park Pillnitz

pillnitz.jpg (23940 bytes)Johann Georg hatte das Gut Pillnitz1694 im Tausch von dem Grafen Heinrich von Bünau erworben. Dabei muss erwähnt werden, dass der Ursprung eine Burg war, welche an der Stelle der noch vorhandenen künstlichen Ruine erbaut 1785  gestanden hat. Ein unteres Schloss an der Stelle der ehemaligen Wache und der Kapelle stand schon vor 1443,  Das Lustschloss Pillnitz besteht in seine heutigen Gestalt seit ca. zweihundert Jahren. Dabei ist der Teil des Bergpalais und das Wasserpalais in der Zeit August des Starken entstanden. 1707 schenkte August der starke dieses Schloss der Gräfin Anna Constanze von Cosel nahm es aber elf Jahre später gegen einen Preis von 60 000 Taler wieder in seinen Besitz. Unmittelbar danach bekam der Matthäus Daniel Pöppelmann oder Zacharias Longuelune den Auftrag Pläne für einen Neubau des Schlosses zu entwerfen. In den Jahren 1720-1723 entstanden das Wasserpalais 1721, das Bergballais1723, der Große Speisesaal und der Venustempel. Dabei wurden die beiden Mittelbauten mit den Seitenflügeln der Palais durch Gänge verbunden. Alles die aber brannte aber am 01.Mai 1818 völlig nieder. Am Pracht und exotische Pflanzen Von der Residenz Dresden aus fuhr der sächsische Hofstaat auf prachtvollen Gondeln elbaufwärts nach Pillnitz. August der Starke veranlasste ab 1720 die Neugestaltung des Pillnitzer Schlossgeländes und durch seinen Baumeister Matthäus Daniel Pöppelmann die Errichtung der Gebäude. Der weitläufige Park - heute 28 ha groß- wurde immer wieder verändert. Zunächst Fest- und Spielplatz des sächsischen Hofes und seiner Gäste, war er bereits Ende des 18. Jahrhunderts Zucht- und Forschungsstätte der botanisch interessierten Wettiner. Als besondere Attraktion sei hier die über 200 Jahre alte Kamelie genannt. Für sie, die jedes Jahr bis zu 15000 Blüten trägt, wurde ein eigenes Schutzhaus gebaut, das zu Beginn der kalten Jahreszeit auf Schienen über sie gefahren wird. Als Ergänzung zum Wasserpalais, einem großartigen Chinoiserie-Bau mit der mächtigen Freitreppe zur Elbe, zum Neuen Palais und zum Bergpalais, die ein architektonisch einmaliges harmonisches Ensemble bilden, die geräumige Orangerie, der Englische und der Chinesische Pavillon.

 

Meißen die Wiege Dresdens

"Die Wiege Sachsens" nennen die Einwohner Meißens ihre Stadt - in aller Bescheidenheit. Denn in Meißen wurde sächsische Geschichte geschrieben: Mit dem Fürstengeschlecht der Wettiner, die 1089 mit der Mark Meißen belehnt wurden, entwickelte sich Sachsen zu einem der blühendsten Länder Europas. Eine gemütliche, verwinkelte und erstaunlich gut erhaltene Altstadt sowie der Burgberg mit dem Meißner Dom künden von der ereignisreichen Vergangenheit. Unmittelbar an der "Sächsischen Weinstraße" entlang der Elbe gelegen, kann die über 1000jährige Stadt darüber hinaus mit einer überaus reizvollen Umgebung aufwarten. Die Elbhänge nördlich und südlich der Stadt, unter anderem Heimat des "Sächsischen Landweins", locken mit Weinhöfen, steilen Weinbergen und Aussichten über das Elbtal. Weltbekannt ist natürlich die Staatliche Porzellan-Manufaktur des Freistaates Sachsen, die in Meißen seit 1710 ihren Sitz hat.

Der Ursprung der Stadt liegt auf dem Burgberg

Ursprung Meißens war die Gründung einer Burganlage um 929 durch Heinrich I.. Im Laufe der Zeit bekam der Meißner Burgberg mit dem Dom, dem Palais des Markgrafen , dem des Burggrafen und dem Bischofsschloss den Charakter einer Reichsburg. Als letzte Bebauung des Burgberges wurde durch den Baumeister Arnold von Westfalen von 1471 bis 1500 die spätgotische Albrechtsburg errichtet. Sie diente als Residenz der Wettiner, gilt als erstes deutsches Wohnschloss und ist heute Architekturmuseum. Der Name Albrechtsburg wurde dem Gebäude nach seinem ersten Besitzer um 1676 verliehen.

Der Zweite Weltkrieg, der die nahe gelegene Kunststadt Dresden in Schutt und Asche legte, verschonte Meißen weitgehend. Die Altstadt und der Burgberg sollen nun als Ensemble und Flächendenkmal mit Treppen, Portalen, Terrassen und kleinen Gässchen der Nachwelt erhalten werden. Im Mittelpunkt der Stadtentwicklung stehen daher der Erhalt der wertvollen Bausubstanz des historischen Stadtkerns mit Bürgerhäusern des 17. und 18. Jahrhunderts.

Dom und Kirchen prägen das Stadtbild

Der Dom beeindruckt den Besucher mit reiner, gotischer Architektur. In der Fürstenkapelle haben die Wettiner eine letzte Ruhestätte gefunden. Sehenswert sind außerdem das Altarbild aus der Werkstatt Lucas Cranachs sowie die großen Stifterfiguren im Hohen Chor. Sie wurden im 13. Jahrhundert von Meistern der Naumburger Werkstatt geschaffen.

Im Zentrum der Stadt, in der Nähe des Marktplatzes, findet sich die Frauenkirche, die das erste spielbare Porzellanglockenspiel der Welt beherbergt. Das von Prof. E. P. Börner geschaffene Werk enthält 37 Glocken und erklingt sechsmal am Tage. Die Kirche wurde 1205 erstmals erwähnt und später ausgebaut. In der Nikolaikirche kann der Besucher die mit 2,50 Meter größten Porzellanfiguren der Welt bewundern. Die 1150 im romanischen Stil erbaute Kirche ist seit 1929 Gedächtniskirche für die Opfer des Ersten Weltkrieges.

Noch heute sind die "Blauen Schwerter" weltberühmt

meisen.jpg (4561 bytes)Meißen war und ist die Stadt des Porzellans. Noch heute produziert die Porzellan-Manufaktur luxuriöse und Gebrauchsgegenstände aus dem "Weißen Gold". Gütesiegel und Markenzeichen sind die " Blauen Schwerter ".meißen2.jpg (63054 bytes)

Als erste in Europa gegründete Manufaktur war sie seit 1710 maßgebend für alle anderen nachfolgenden Porzellanbetriebe. Von der Albrechtsburg wurde die Manufaktur später in das Triebischtal verlegt, wo sie heute noch ihren Sitz hat. Die "Schauhalle" kann besichtigt werden und beherbergt Teile der Modellsammlung. Sie präsentiert Formen und Dekore aus fast drei Jahrhunderten. Außerdem werden die Arbeitsschritte bei der Porzellanherstellung und die Dekorierung  demonstriert.                     Diese Darstellung ist offiziell von der Porzellanmanufaktur Meißen genehmigt.

Trockene Weine aus dem Elbtal

Nur wenige Kilometer nördlich von Dresden liegt Meißen mitten in einem der kleinsten Weinanbaugebiete Deutschlands. Das relativ milde Klima des Elbtals war den Reben stets wohl gesonnen. Bereits 1161 wurde der Weinanbau in dieser Gegend erstmals erwähnt. Seitdem hat sich die Gegend als eines der kleinsten und nördlichsten Anbaugebiete einen Namen gemacht. Die trockenen Weine des Elbtals zeichnet ein kräftiges und fruchtiges Bukett aus. Viele Weinhöfe laden zum Verkosten ein.