Der Festplatz des Kurfürsten August des Starken

- Der Dresdner Zwinger -

  Geschichtssplitter bearbeitet von :  Hans-Jürgen Haupt 1997 - 2003                                                                                                   

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  Der Dresdner Zwinger (im alten Sprachgebrauch, ein zu ritterlichen Übungen dienender Burghof)

Der Zwinger wurde in den Jahren1709 bis 1732 von einem der größten Architekten des deutschen Barock, Matthes Daniel Pöppelmann erbaut. Gemeinsam mit dem Bildhauer Balthasar Permoser haben sie für Sachsens Kurfürsten August den Starken ein einmaliges Bauwerk und sogleich ein weltberühmtes Kunstwerk barocker Architektur den Dresdner Zwinger  geschaffen.  ,,Zwinger" nannte man den Raum zwischen der äußeren und der inneren Stadt- oder Festungsmauer. Dabei muss beachtet werden, das der Zwingergraben und die wuchtige Mauer, sowie der hinter dem Wallpavillon befindliche Wall älter sind als der Zwinger selbst. Sie sind die Reste der einzigen Wehranlage der Festung Dresden. Der Name ,,Zwingergarten", später kurz ,,Zwinger" für den Platz und die darauf errichteten Gebäude hat sich also bis heute erhalten. ,,Zwinger" nannte man den Raum zwischen der äußeren und der inneren Stadt- oder Festungsmauer. In einem solchen lag der Garten. Der Dresdner Zwinger wurde ursprünglich aus Holz als Festplatz für die Hofgesellschaft errichtet. Sein Name hing mit einem Fachausdruck der damaligen Festungsbaukunst zusammen. In jener Zeit war es an den europäischen Fürstenhöfen üblich, Orangenbäume zu sammeln und zu züchten. Da diese empfindlichen Gewächse in unserem nördlichen Klima Schutz vor dem Winter benötigen, wurden Orangerien angelegt. So erhielt Pöppelmann den Auftrag, eine Orangerie in den königlichen Zwingergärten" zu bauen - dieser Daniel Pöppelmann hatte bereits 1711 dem König für die Idee begeistert gemeinsam mit dem geplanten Orangenhof einen großzügigen Festplatz anzulegen. Die Wallseite und die Langseite wurden unter hohen Druck wegen den anstehenden Hochzeitsfeierlichkeiten 1719 in der Außenarchitektur fertig gestellt werden. 1728 war die plastische Ausschmückung noch nicht fertig gestellt und sollte für eine geraume Zeit so bleiben. Pöppelmann Erweiterungsplane blieben unausgeführt und elbseitig war der Garten noch offen. somit fiel der Zwinger auch im Ansehen des königlichen Hofes und wurde in seinem Dasein nicht recht beachtet. Nach den Zerstörungen im Siegenjährigen Krieg blieb dieser zum Teil beschädigt mindest zwei Jahrzehnte unberührt liegen. Erst als Graf Marcolini 1739-1814 Leiter des Museums wurde setzte er sich für die Wiederherstellung des zerstörten Zwingers ein. Bei der Restauration wurde jetzt größtes Augenmerk, dass der Zwinger dazu dienen sollte die Austeilungen wertvoller Sammlungen zu beherbergen. Die besten Plastiken schuf der Bildhauer Balthasar Permoser. Die reichen Fassaden und Figuren auf den Simsen dienten nicht nur dem Schmuck allein, sondern man muss diese bewegte Plastik aus den Anschauungen des Absolutismus über die Notwendigkeit der Repräsentation verstehen. Wir erblicken im Dresdner Zwinger nicht einfach einen Ausdruck fürstlicher Macht, sondern einen Ausdruck der nationalen Schaffenskraft.  "Betreten Sie die Anlage durch das Kronentor, das mit seiner charakteristischen Silhouette zu einem Wahrzeichen Dresdens geworden ist. Geschlossen wurde der ursprünglich zur Elbe offenen Zwinger von Gottfried Semper durch die Gemäldegalerie, die heute die weltberühmte Sammlung wertvoller  Bilder beherbergt - eine der bedeutendsten Kunstsammlungen überhaupt - mit Werken von Dürer,  Holbein, Cranach, Raffael, Tizian und anderen. Auch die Rüstkammer im zweiten Flügel der  Sempergalerie ist sehenswert.  Sie umfasst eine Sammlung kostbarer Harnische, Blank- und Feuerwaffen. Zu den bekanntesten der insgesamt 15.000 Exponate zählen das Kurschwert Friedrich des Streitbaren und das  Krönungsornat August des Starken. 

Die Sammlung im Porzellanpavillon gehört zu den bedeutendsten und umfangreichsten der Welt. Steigen Sie hinab in das versteckte Nymphenbad mit Wasserspielen oder besichtigen und lauschen Sie dem. Glockenspiel am Glockenspielpavillon mit 40 Glocken aus Meißner Porzellan.

Der Mathematisch-Physikalische Salon, 1560 von Kurfürst August gegründet, zeigt heute noch eine der ältesten Instrumente und technische Hilfsmittel der mathematischen und physikalischen Wissenschaften des 16. und 17. Jahrhundert. Eine technischen Sammlungen von Weltrang welche heute noch fast komplett zu besichtigen ist..

Literaturnachweis: Meyers Reisebücher 1911; Festschrift 750 Jahre Dresden                                                     

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